Wormser Zeitung  6. Oktober 1992

Enges Bündnis Frankreich-Deutschland

Bürger aus Hamm feierten in Varois die
zehnjährige Freundschaft mit Burgundern


Beim Festakt zum zehnjährigen Bestehen der Freundschaft Hamm - Varois-et-Chaignot in der Kulturhalle von Varois (linkes Bild) unterstrichen die Vertreter der beiden Freundschaftskreise, Roland Deschamps und Martin Fritz (am Mikrophon) die Wichtigkeit solcher Beziehungen auf dem Weg zu einem vereinigtem Europa. Einen Programmbeitrag lieferte später u.a. die französische Volkstanzgruppe (rechts).

HAMM - Nicht nur wegen der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Partnerschaft "Hamm - Varois et Chaignot" ‚ sondern in erster Linie um mit den Freunden in der Partnergemeinde wieder einige Tage zusammen zu verleben, traten etwa 100 Hammer die Reise nach Burgund an.
Der Festakt vereinte Franzosen und Deutsche in der Festhalle von Varois. Roland Deschamps, Président des "Comite de Jumelage Varois et Chaignot - Hamm" brachte in seiner Festansprache zum Ausdruck, dass das Band der Freundschaft in den zehn Jahren immer fester geknüpft worden sei, wobei auch die Jugend immer einbezogen sei. Es bleibe natürlich noch viel zu tun. Sein Dank galt den Verwaltungen und den Vereinen für die vielfältige Unterstützung.
In seinem Grußwort führte der Vorsitzende des Hammer Freundschaftskreises, Martin Fritz, aus, dass er sich seit seiner Jugend für ein vereintes Europa ausgesprochen habe. Der Kern eines vereinten Europa sollte für ihn ein enges Bündnis zwischen Frankreich und Deutschland sein. Mit der Partnerschaft werde ein bescheidener Beitrag zum Zusammenwachsen Europas geleistet. Wir sollten uns durch die derzeitigen aktuellen Schwierigkeiten in dem Bemühen um ein vereintes Europa nicht entmutigen lassen.
Grußworte entboten auch die Vertreterin des Freundschaftskreises Burgund - Rheinland-Pfalz, Frau Guenot, Bürgermeister Pierre Aubert und Hamms Bürgermeister Hans Bretzer. Schließlich erhielten alle Offiziellen eine Erinnerungsplakette.
Das Festprogramm bestritten mit Gesangsbeiträgen der Chor des Freundschaftskreises unter der Leitung von Roland Deschamps und mit Tänzen die Volkstanzgruppe "Les Villageois". Ein gemeinsames Lied der Chöre beider Freundschaftskreise unter der Leitung von Bernd Wilhelm rundete diesen Programmteil ab.
Nach dem Festessen zauberte die Volkstanzgruppe in entsprechender Kostümierung ein Spektakel mit Tänzen aus den Jahren um 1925.
Bereits am Vormittag kamen die Philatelisten auf ihre Kosten; die Gastgeber hatten dafür gesorgt, dass die Post ein Sonderpostamt mit einem Sonderstempel aus Anlass des zehnjährigen Bestehens der Freundschaft eingerichtet hatte. Manche Postkarte und mancher Brief ging so abgestempelt auf die Reise nach Deutschland. Außerdem war eine Briefmarkenausstellung aufgebaut.
Am Sonntag Vormittag rief der Dia-Vortrag schöne Erinnerungen an die Begegnungen in den zurückliegenden Jahren wach. Am Nachmittag verabschiedeten sich die Rheinhessen, um die Heimreise an den Altrhein anzutreten.